Mittwoch, 25. Mai 2016

Ginger Animal prints

Da ist sie also - meine Animal Print Ginger. Wo hab ich die Ginger Jeans in den letzten Monaten nicht überall gesehen? Gefühlt haben alle schon eine Ginger Jeans genäht und jetzt komme ich wie die verspätete Fastnacht (hat ja durchaus Methode dieses Jahr) und muss auch eine Ginger ausprobieren.

Der Me Made Mittwoch steht heute unter dem Motto Animal Prints - und da passt meine neue Ginger und noch ein paar andere Me Made Teile aus meinem Schrank ziemlich gut!

Vor zwei Jahren, als ich von der unglaublichen Fülle und Menge an Stoffen, unglaublichen Mustern Farben und Möglichkeiten des Selbernähens noch völlig überrumpelt war (okay, das impliziert, dass es jetzt nicht mehr so ist, das stimmt aber so nicht ganz...), habe ich diesen Stoff gekauft in der absoluten Sicherheit, dass er eigentlich eine Hose ist.

Bis ich dann aber endlich soweit war, dass ich  mir zutraute die Passform einer Hose in den Griff zu bekommen, war ich mir gar nicht mehr so sicher, dass ich eine Hose aus diesem Stoff haben wollte und nicht doch lieber einen Rock .

Aber jetzt ist sie da - und gefällt mir, das verrückte Ding! Ginger, low rise, gerades Bein in verrücktem Animal Print (und Stoff für einen Rock habe ich auch noch übrig) :


Aber ich muss dazu sagen, dass ich hier wesentlich mehr Anpassungen vornehmen musste, als bei der Jalie Jeans, die ich Euch neulich zeigen konnte.

Es ging damit los, dass ich die Erfahrung machte, die so manch andere von Euch auch schon machte: anhand des Hüftumfangs habe ich meine Größe identifiziert. Da ich zwischen zwei Größen lag, und der Stoff Elasthan Anteil hat, wählte ich mutig die kleiner Größe und hatte nach dem Zusammenheften einen Sack an.

Ich hätte es sehen können, da ich die Schnittteile der Jalie Jeans ja auch schon hier rumliegen hatte. Die habe ich auch tatsächlich genutzt, um die Schrittnaht  zu vergleichen und festzustellen, dass ich bei der Ginger - trotz low rise - locker 3 cm in der Schrittlänge wegnehmen kann. Und ich könnte nochmal bestimmt 1 cm wegnehmen.

Stolz wie Oskar, dass ich das erkannt hatte, habe ich den Rest dann irgenwie ignoriert. Gut, das musste ich dann durch "Hose an, abstecken, Hose aus, enger nähen, Hose an, abstecken, Hose aus, enger nähen...." in gefühlten 50 Iterationen anpassen. So lange, bis ich dachte, noch mehr und meine Hand ist zu breit für den Eingriff der vorderen Hosentasche...

So geht's jetzt und die Hand geht grad eben auch noch in die Tasche. Aber  - bissel weit ist sie immer noch, dafür aber sehr bequem...

Das nächste Mal wähle ich ganz sicher einen Nummer kleiner (dann habe ich vielleicht nur noch 2 Iterationen) - oder siegt die Bequemlichkeit? Mir fällt in letzter Zeit auf, dass ich Skinny Jeans immer öfter als sehr beengend wahrnehme, ohne dass ich irgendwie zugenommen hätte.... Wer schön sein will, muss leiden? Och nö, eigentlich nicht....

Und das Muster ist ganz cool - eigentlich sieht man dank des Musters gar nicht, ob sie gut passt, oder nicht. Also passt sie ;-)


Find ich.


Die nächste wird aus Jeansstoff, definitiv eine Nummer kleiner (da ist sie sicherlich immer noch weit von Skinny entfernt), vielleicht dann mal low rise mit skinny leg - mal sehen.

In der gleichen Stoffkauf Session fiel mir auch ein Animal Print Pannee Samt in den Warenkorb. Was ich damit wollte - keine Ahnung. Aber nun war er da und wartete.

In einem ersten Schritt verwendete ich ihn für meinen Blazer (hier schon verbloggt), den ich immer noch gerne anziehe und an dem mir dieses Detail echt super gut gefällt.


Danach war noch eine ganze Menge von dem Samt übrig - und wartete....

Bis mir dann vor einigen Wochen der Schnitt für das Oversize Shirt Maikika von Schnittgeflüster über den Weg lief, den wollte ich unbedingt haben. Und um die Größe zu testen, grub ist diesen Panneesamt wieder aus - er musste jetzt endlich mal vernäht werden.

Also habe ich den Schnitt schnell zum Plotten geschickt, mich für die kurze Version mit überlappendem Vorderteil entschieden - und find's echt rockig!


Der Schnitt gefällt mir auch sehr und es gibt auch noch eine einfarbige Variante - die zeig ich aber ein anderes Mal!

Was schließe ich jetzt daraus? Kann ich mit Animal Print etwas anfangen? Ja, ganz sicher ;-) - ich find's cool!

Nochmal die ZuSammenfassung:

Schnittmuster Hose: Ginger Jeans von Closet Case Patterns, Low Rise, stovepipe legs
Stoff: Animal print Köper mit 3% Elasthan
Anpassungen: genäht in Gr. 8, Schrittlänge um 3 cm verkürzt, überall massiv Weite weg genommen
Schwierigkeit: mittel, eine Jeans hat ja doch viele Elemente 
Nochmal machen: ja, definitiv, dann aber mindestens eine Nummer kleiner

Schnittmuster Blazer: burda Schnitt, hier beschrieben

SchnittmusterOversize Shirt Maikika von Schnittgeflüster 
Stoff: Animal Print Pannee Samt
Anpassungen: genäht in Gr. 34, Schnitterweiterung für überlappende Vorderteile, keine Änderungen
Schwierigkeit: leicht
Nochmal machen: ja, einfarbig aus weichem Strick

Jetzt schnell beim MMM vorbei, und dann schnell bei Euch nachsehen, wie das bei Euch so ist, mit Animal Print ;-)!

Euch noch eine schöne Woche!

Viele Grüße,

Suse


Mittwoch, 11. Mai 2016

Jalie Jeans

Hosen und vor allem Jeans selbst nähen können - das ist für mich aktuell das Ziel 2016. Hier findet Ihr meine bisherigen Erfahrungen.

Die "Woman Stretch Jeans" von Jalie  hatte ich letzes Jahr schon mal als Probemodell versucht (hier gezeigt) allerdings auf allen Schnick und Schnack verzichtet, da ja Probemodell.

Jetzt wollte ich aber endlich eine richtige, echte Jeans mit allem drum und dran. Und da ausgestellte Beine inzwischen wieder "en vogue" sind, ist die Jeans von Jalie für mich der Schnitt der ersten Wahl.

Genäht habe ich wie schon beim Probemodell Gr. 28 und habe auch diesmal am Rücken 2 cm weggenommen. Unter Umständen könnte ich sie noch ein klein wenig enger nähen, aber mein Versuch eine ganze Nummer kleiner zu nähen war dann etwas zu ambitioniert und ein klarer Fall von Presswurst mit Atemnot und damit für die Tonne.

Außerdem habe ich mir diesmal von der Ginger Jeans den leichten Formbund geklaut, da der bei mir einfach besser sitzt. Der Jeansstoff (aus dem örtlichen Stoffladen) hat die im Schnittmuster angegebenen 4 % Elasthan Anteil.

Und sie sitzt gut (dehnt sich etwas aus nach einem Tag Tragen, aber absolut im erträglichen Bereich).

Die Falten an den hinteren Oberschenkeln habe ich tatsächlich an jeder Kaufjeans auch - die kann man sicherlich auch reduzieren, aber im Vergleich mit meinen gekauften Jeans bin ich mit dem Ergebnis super zufrieden.

Die (englische) Anleitung von Jalie ist ziemlich knapp aber ich finde sie ganz gut verständlich und klar (besser als manche burda Anleitung): Eine Punkt für Punkt Anleitung auf 2 Seiten begleitend dazu noch grafische Darstellung der einzelnen Punkte - wenn man schon mal eine Hose / Jeans zusammengenäht hat, kommt man gut klar, aber so ganz Anfänger sollte man nicht mehr sein. Die Reihenfolge, wann was mit Ziernähten versehen werden sollte ist hilfreich.


Trotzdem sollte man, auch wenn es lästig ist, bevor man mit Ziernähten anfängt die Jeans erst Mal komplett inkl. Bund zusammenheften, um die Passform zu testen. Wenn's dann nach eventuellen Anpassungen sitzt, alles wieder auftrennen, dann alles ordentlich zusammen nähen und die Ziernähte anbringen.
Das ist viel Arbeit, aber festzustellen, dass die Jeans nicht passt und dann schon alle Ziernähte haben, ist noch viel lästiger, denn das Auftrennen von Ziernähten hinterlässt massive Spuren...

Abgesehen von der Passform haben es die Ziernähte doch auch in sich:
Nachdem ich damit bei meiner Girfriend Jeans echte Probleme hatte (Schlaufenbildung auf der Rückseite, ständig gerissenen Zierfaden, Nähmaschine frisst Stoff und Faden...) hatte ich diesmal einen Heidenrespekt davor.

Die Recherche im Internet ergab folgendes dazu:
  • benutze Jeansnadeln, oder Topstitch Nadeln. Die können auch mit dem Topstich Garn umgehen
  • Unterfadenspannung hochsetzen (normal bei mir 3-4, für die Ziernähte hatte ich 7-8 eingestellt)
  • die ersten Stiche mit dem Handrad nähen
  • langsam und geduldig nähen - im Zweifel an schwierigeren Stellen (mehrere Stofflagen oder Nähte, Ecken, Kurven, Richtungswechsel etc) das Handrad benutzen und lieber einen Stich mehr als einen zu wenig mit dem Handrad nähen
  • für gerade Stiche an den Kanten habe ich den Blindstichfuß genommen, da man hier eine super Führung hat und sehr gerade nähen kann
Das sind bestimmt nicht alle Tipps, die man so findet, aber genau diese habe ich angewendet - und sieht da, diesmal hat es ohne größere Probleme funktioniert.



Die Hosentaschen sind etwas groß, finde ich, aber ich kann damit leben- Da ich bestimmt noch eine Jalie Jeans nähen werde, kann ich das ja dann anpassen.

Mit dem letztes Jahr angefangenen Makerist Kurs zum Thema Hosengrundschnitt konstruieren bin ich noch nicht weiter gekommen. Mir hat in den letzten Monaten echt die Geduld und die Zeit dafür gefehlt, insofern kann ich dazu leider noch nichts weiter berichten.
Mal sehen, wann ich damit weiter komme.

Hat den vielleicht schon mal jemand anderes bis zum Ende gehört und umgesetzt? Eure Erfahrungen damit würden mich interessieren...

SchnittmusterWomen stretch Jeans von Jalie, tiefer Bund
Stoff: Strech Jeans (woher weiß ich nicht mehr)
Anpassungen: genäht in Gr. 28, am Rücken etwas enger gemacht, Formbund von der Ginger Jeans benutzt
Schwierigkeit: mittel, eine Jeans hat ja doch viele Elemente 
Nochmal machen: ja, definitiv.

Und, gibt es noch mehr Hosen beim Me Made Mittwoch? Daniela von Green Bird zeigt uns jedenfalls einen super schönen selbst gestrickten Pulli!

Euch noch eine schöne Woche!

SuSe

Mittwoch, 4. Mai 2016

Zusammen etwas Nähen

Bluse Pam La Maison Victor 1 2016
Quelle: La Maison Victor
Dieser Beitrag schlummert schon eine ganze Weile auf meiner Platte - es sollte in den letzten Wochen einfach nicht sein, das mit dem Bloggen. Mal war zu viel anderes zu tun, mal hatte ich keine Fotos, mal wollte ich lieber nähen als Bloggen und dann musste ich auch noch das Bloggertreffen in Stuttgart absagen, da mich die winterliche Erkältungswelle dann doch noch kurz vor knapp erwischt hat.

Ganz neidisch habe ich die begeisterten Berichte derjenigen gelesen, die es geschafft hatten, gemeinsam mit Muriel (Nahtzugabe5cm) und Elsa (Elsas Nährstoffe) die Stuttgarter Stoff-, Knopf- und Nadel und Faden Szene sowie viele tolle Gespräche mit interessanten Gesprächspartnerinnen zu genießen. Und der nächste Termin für einen tollen Ausflug steht schon und ich habe wieder keine Zeit...so was doofes, aber irgendwann werd' ich es schaffen ;-)!

Genäht habe ich aber in den letzten Wochen dann doch noch das eine oder andere Teil - manchmal sogar auch in netter Gesellschaft! Denn meine Freundin M. und ich trafen uns zu einem gemeinsamen Nähtag (selten genug, aber toll war's!!!)

Und entstanden ist die Bluse Pam aus der La Maison Victor (Ausgabe Januar/Februar 2016).

Verwendet hab ich einen schönen jeansblau gemusterten Viskosestoff, der letztes Jahr bei butinette zu bekommen war. Der fließt ganz toll und fühlt sich ganz weich an. Genau richtig jetzt für den Übergang - nicht zu warm bei Temperaturen um 20 Grad aber doch auch warm genug mit Strickjacke drüber.
Beim Versäubern habe ich mir diesmal etwas mehr Mühe gegeben und französische Nähte gemacht.

Dabei näht man die Teile nicht wie sonst rechts auf rechts zusammen, sondern zuerst links auf links auf der halben Nahtzugabe. Dann kürzt man die Nahtzugabe auf ca. 3mm, wendet das Teil und näht dann rechts auf rechts die normale Naht auf der Nahtzugabe. Dieses Video zeigt's ganz genau ;-)

Das Ergebnis sind ganz saubere Innennähte. Das sieht man zwar von außen nicht, aber das bisschen Mehraufwand lohnt sich definitiv: ich freu mich jedes Mal wie ein Kind, wenn ich das sehe und denke, das bekommt man an einer Standard Bluse aus dem Laden für normales Geld normalerweise nicht ;-)
Nächstes Mal versuche ich eine noch kleinere Nahtzugabe zu bekommen...

Diese Bluse war, nachdem ich die Zeitschrift in den Händen hielt, sofort auf meiner Liste, so wie bei einigen anderen Bloggerinnen auch.
Sie näht sich schnell, ist blusiger als ein Shirt und shirtiger als eine Bluse und damit sowohl zu Jeans ein lässiger als auch zu einem Rock ein schicker und vielseitiger Begleiter.

Man hat in den letzten Wochen einige super schöne Varianten gesehen,  z.B. Frau Vau  hat gleich zwei davon genäht, sie hat sogar in der zweiten Variante eine Knopfleiste drangebastelt!

Und es stimmt: dieser Schnitt lädt zum Experimentieren ein -  ich hätte auch gerne noch mehrere Varianten:
  • aus leichten Jersey
  • mit geknöpftem Schlitz
  • Schlitz und Bindeband am Rücken
  • hinten ein längerer, abgerundeter Saum
  • verlängern zum Kleid
  • .....
Jetzt brauche ich nur noch 6 Wochen Urlaub, dann fallen mir bestimmt noch viele andere Variationen ein ;-).

Aber der erste Schritt ist schon getan:  die nächste Pam liegt schon zugeschnitten an der Nähmaschine - ich probiere, wie sich dieser schöne Schnitt aus einem leichten Jersey macht ;-)
Die Jeans ist übrigens der Schnitt von Jalie (in diesem Beitrag schon mal als gut tragbares Probeexemplar gezeigt) - für mich ein idealer Jeans - Schnitt (ich freu mich so, dass es wieder mehr flared Jeans (mit ausgestelltem Bein) zu sehen gibt!!!), aber davon mehr das nächste Mal!

Beim Me Made Mittwoch, wo man sich jede Woche trifft, um schöne, kreative, selbst genähte Kleidung zu bewundern, möchte ich natürlich auch nicht fehlen!

Schnittmuster"Pam" aus der LMV Jan/Feb 2016
Stoff: Viskose von butinette
Anpassungen: genäht in Gr 36, ohne weiter Anpassung
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Nochmal machen: ja, definitiv - ausgeschnittene Teile liegen schon bereit!

Euch noch eine schöne Woche!

Viele Grüße,
SuSe







Mittwoch, 16. März 2016

Ein Zebra?

Nein, nicht ganz, aber irgendwie denke ich bei dem Stoff immer an ein Zebra...

Seit letztem Frühjahr schon fertig und schon ganz oft getragen.
Ein burda Schnitt, bis auf den Wasserfallausschnitt ganz geradlinig und simpel.

Mit relativ hoch geschlossenem (das sieht auf den burda Fotos nicht ganz so hoch aus, aber mir ist's recht) Wasserfallausschnitt und schön langen Ärmeln, auch gut mit Rolli drunter, wenn's mal ganz kalt ist....

 mit und ohne Gürtel mit verschiedenen Schuhen und Stiefeln....


Aus relativ festem Jacquard Jersey, den ich damals bei butinette gefunden hatte.

Dort findet man auch aktuell wieder einen ähnlichen Stoff - und mir zuckt schon wieder der Bestellfinger, aber wie viel Sinn macht es eigentlich, sich ohne Plan immer wieder auf ganz ähnliche Stoffe zu stürzen und doch noch relativ viel unbearbeitete Vorräte zu haben?

Hmpf - ich weiß´, ich bin mit dem Problem nun wirklich nicht alleine, trotzdem, vernünftig ist was anderes!

Mit Strickjacke geht es natürlich auch:


Und es passt auch ganz wunderbar in die jetzt hoffentlich und endlich startende Übergangszeit - nämlich in Kombination mit meinem Chloé Mantel aus der LmV.

Den hab ich jetzt noch nicht oft angehabt, aber das kann ja jetzt nachgeholt werden:


Ich muss endlich mal wieder was aus einer LmV nähen - da sind immer so tolle Schnitte drin.

 Und da isser wieder der Wunsch nach einem Plan...
...(den ich dann garantiert sofort wieder über den Haufen schmeiße)
...aber auch Planen macht ja irgendwie Spaß!

Wie haltet Ihr das so?

Hier der Schnelldurchlauf:

Schnittmuster: Wasserfallkleid von burda
Stoff:Jacquard JErsey von butinette
Anpassungen: oben in Gr 36, Richtung Hüfte dann nach 38 erweitert. 
Schwierigkeit:eher leicht (es  ist allerdings schon abenteuerlich, wie die burda das Nähen eines Wasserfallausschnittes beschreibt, aber man hat ja zum Glück genug Phantasie ;-))
Nochmal machen: vielleicht als Shirt? Ich mag Wasserfallausschnitte ;-)

In diesem Sinne, freue ich mich, dass ich es mal wieder zum MMM schaffe und darauf, heute Abend bei Euch stöbern zu gehen!

Viele Grüße,
SuSe


Donnerstag, 25. Februar 2016

Girlfriend meets Fledermaus

Yepp, es ist wieder soweit, ich habe schon wieder ein Hosenexperiment fertig gestellt und mich an den Schnitt "Girlfriend" von mooi by mama gewagt.

Diese lässigen Schnitte haben es mir irgendwie angetan. Den Schnitt "Mein lässiger Ludwig" (hier und hier und hier) ist ja auch so ein Kandidat (bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass ich noch eine genäht habe, die ich noch gar nicht gezeigt habe).

Obwohl figurschmeichelnd echt was anderes ist...diese Art Hosen betonen einfach die Hüften sehr ;-)
Aber egal, denn das das muss bei dem Schnitt so sein und ich mag sie.




Und so ganz langsam fange ich an zu verstehen, wie sich eine Hose zu meinem Körper verhält. Ja, auch das ist ein eher weiter, lockerer Schnitt, aber ich lerne inzwischen, an welchen Stellen es bei mir immer hapert. Egal ob weit oder eng.

Ich gehe dazu über, mich zwar an der Hüfte zu orientieren (wie man das ja auch gesagt bekommt) aber von vorneherein alles andere - also von Taille zu Hüfte und von Hüfte zu Beinen - alles 1 -2 Größen kleiner zuzuschneiden.

Allein das reduziert schon viele Stellen, die ich im Nachhinein wieder auftrennen und enger machen musste.













Und trotzdem - dieser Schnitt ist nicht nur weit und lässig per Design - ich habe das Gefühl, der fällt schon recht üppig aus und meine Hose könnte -  lustigerweise speziell am Hintern -  ein bissel enger doch noch vertragen.

Als Stoff wählte ich einen elastischen, beschichteten relativ dünnen Jeansstoff Coupon vom Stoffmarkt. Angegeben im Schnitt sind bei 1,50 Breite braucht man 2 m. Der Coupon hatte nur 1,50 und es reichte tatsächlich nicht mehr für den Innenbund. Da man den ja aber nicht sieht, habe ich einen netten Baumwollstoff verwendet, der jetzt den Bund innen ziert.

So weit so gut. Meine eigentlichen Probleme hatte ich mit den Knopflöchern und mit dem Topstitching. Ansatzweise kann man es bei diesem Foto schon sehen:

Für das Topstiching habe ich tatsächlich sehr dickes Garn für Jeans Zierstiche genommen. Ich war ganz glücklich, dass ich das gefunden hatte. 
Leider litt meine Begeisterung sehr, da meine Maschine in Kombination mit dem stretchigen, beschichteten Jeansstoff und diesem Garn überhaupt nicht mehr wollte.



Das Ziernähte verursachten innen große Schlaufen, was dazu führte, dass immer wieder alles in der Maschine stecken blieb und ich immer wieder neu ansetzen musste. Immerhin bin ich auf die Weise wenigstens durch gekommen (wenn auch inner gar nicht schön).

Bei den Knopflöchern ging dann überhaupt nichts mehr. Gerade mal eines ist komplett mit der Maschine entstanden. Andere sind zur Hälfte mit einem zur anderen Hälfte mit einem anderen( normalen) Garn entstanden. Und zwei habe ich dann ganz mit der Hand genäht, damit ich überhaupt fertig werde. Da ich das zum ersten Mal so gemacht habe, sehen die auch nicht besser aus, als die mit der Maschine genähten.

Meine Experimente mit der Fadenspannung brachten mal gar keine Änderung. Hat noch jemand eine Idee dazu? 

Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass der größte Teil der Knopflöcher immer von einem Knopf verdeckt werden...und die restliche Schlamperei ist auf der Innenseite - nicht draußen.

Also kann ich sie auf jeden Fall tragen, bis die Nähte auseinanderfallen (mit den Schlaufen werden sie das wohl früher oder später) und eine weitere, engere Variante dieses Schnittes wird sicherlich noch folgen.




Und als Kombipartner zeige ich hier ein Schluppenshirt. Das ist irgendwie schon lange in meinem Schrank - ich glaube ich habe sie schon 2014 genäht nach einem burda Schnitt, den ich dummerweise gerade nicht wiederfinde, und es -  da ich um den Halsausschnitt etwas langweilig fand - mit einer Schluppe ergänzt.


Ich kann mich noch daran erinnern, dass es den Schnitt nicht in Gr. 34 gab und ich versucht habe, von Gr 36 zu verkleinern. Die Schluppe ist etwas schwer und zieht das Shirt ab und zu vorne nach unten - auch damit kann ich ganz gut leben. VErwendet habe ich einen leichten Jersey Stoff, den es glaube ich auf stoffe.de gab.


Es ist auf jeden Fall ein schöner Partner für meine neue Hose ;-)

Schnittmuster"Girlfriend" von mooi by mama
Stoff: Jeanscoupon (elastisch und beschichtet) vom Stoffmarkt
Anpassungen: genäht in Gr 38 aber dann doch speziell in Taille und an den Beinen viel enger gemacht.
Schwierigkeit: mittel
Nochmal machen: ja, definitiv, dann direkt mal eine Nummer klener und gezielter in den Anpassungen

Den Schnitt von dem burda Fledermausshirt finde ich gerade nicht und suche ich bei Bedarf gerne nochmal raus, bitte einfach in den Kommentaren vermerken ;-)!

Verlinkt beim RUMS wo es heute wieder viel selbstgenähte Kleidung zu bewundern gibt!

Ach und "J" - wie Jeans für #12-letters-of-handmade-fashion, einer Aktion von Selmin von Tweed And Greet die sich Ende Februar bei Laura von Tagträumerin zusammenfindet!

Euch noch eine schöne Woche!

Viele Grüße,
SuSe




Mittwoch, 3. Februar 2016

Basic Strickmantel Ki-Ba-Doo

Diesen Winter war ja bislang nicht soo viel mit richtig kalt. Gerade mal 3 Wochen unter Null Grad - und nur in diesen drei Wochen bin ich umgestiegen, von meinem schönen selbstgenähten Strickmantel auf eine echte (gekaufte) Winterjacke.

Strickmäntel finde ich schon lange gut, und habe früher auch immer mal wieder einen gekauft und von Herbst bis ins Frühjahr so oft getragen, wie es das Wetter zuließ.

Mit Chloe von La Maison Victor ist ja im Herbst schon eine Variante mit deriviertel Ärmeln bei mir eingezogen. Das geht aber nur bis 10 Grad gut, dann fange ich an den Armen echt an zu frieren.

Und dann hat kibadoo einen schönen Schnitt für einen Strickmantel herausgebracht - mit langen Ärmeln.

Einen tollen dicken Wollstrickstoff hatte ich im Hochsommer (wisst Ihr noch: es gab um die 40 Grad!!!) im Stoffladen entdeckt - und gleich eingepackt. Ja, man kann auch bei 40 Grad Winterstoffe kaufen ;-)

Das hatte immerhin den Vorteil, dass er tropfnass (zusammen mit meinem Chloe Strickstoff) schön auf dem Balkon schmoren konnte, bis er trocken war.

Im Winter hat man in so einem Fall ewig die Wasserpfützen im Wohnzimmer -  finde ich nicht so lustig.

Auch dieser Stoff hat dann erst Mal monatelang meinen Schrank blockiert - bis dann eben jenes besagte Schnittmuster meinen Weg kreuzte.

Genäht in Gr. 36, am Po noch etwas verbreitert ewig gerätselt, wie ich den Beleg an der Jackenkante einnähen muss (ganz normal eben, aber die Stoffdicke hat mich echt den Überblick verlieren lassen) und wie dann der Übergang in die Kapuze funktioniert, aber das lag an dem Brett vor meinem Kopf und nicht an der Beschreibung ;-)

Das mit dem Muster übe ich noch - stört mich aber auch nicht weiter. Ich hätte echt mehr Stoff dafür gebraucht, so ist bis auf kleine Fitzelreste (könnte mir wohl noch ne Mütze nähen) alles weg.

Schön kuschelig mit Kapuze. Und weit genug um noch eine kleine Daunenjacke drunter zu ziehen, falls der Wind bläst - Kapuze hoch, dann kann man es gut aushalten ;-). Und hinten hat das mit dem Muster ja auch schon besser geklappt.



Und halt schon so viel getragen, dass der Wollstoff schon schöne Fusseln bekommt - so ist das mit Wolle.

Schnittmuster: Basic Strickmantel von ki-ba-doo, mittlere Länge
Stoff: Dicker Wollstrick aus dem Stoffladen
Anpassungen: genäht in Gr. 36, ca. 5 cm gekürzt, sonst nix
Schwierigkeit: einfach bis mittel
Nochmal machen: ja, definitiv, aber erst, wenn dieser Strickmantel ausgedient hat ;-) (oder nochmal in dünnerem Stoff???)

Verlinkt beim MMM wo es heute wieder viel selbstgenähte Kleidung zu bewundern gibt!

Euch noch eine schöne Woche!

Viele Grüße,
SuSe




Dienstag, 26. Januar 2016

"W" wie "Warmer Winterkuschelpulli" burda 10/2015 109

So, da bin ich endlich mal wieder. Seit Ende November war eine echt lebendige Zeit - da habe ich es gerade noch geschafft, ein wenig zu nähen, in Euren Blogs zu lesen und mich daran zu freuen, aber für das Bloggen selbst war definitiv keine Luft mehr.

Die erste große Hürde für meinen ersten Blogpost 2016 habe ich letzte Woche genommen und es geschafft, mal wieder ein paar (lichtechnisch grenzwertige) Fotos zu machen.

Und jetzt komme ich  gerade noch rechtzeitig, um bei der unglaublich inspirierenden Aktion von Selmin von tweed and greet und einigen anderen Bloggerinnen  #12 letters of handmade fashion mitzumachen.

Durch das Weiterreichen des Themas über verschiedene Blogs werden die Leser dieser Blogs miteinander verknüpft und untereinander bekannt gemacht - das ist eine tolle Idee, durch die man auf schöne Blogs aufmerksam wird, die man vorher noch gar nicht bemerkt hatte!

Für den Januar ruft Selmin von tweed and greet den Buchstaben "W" aus - und was für ein Zufall: es ist Winter, man braucht Warmes zum Anziehen - also einen warmen Winterpulli.

Pulli, Rock Burdastyle
Quelle: burdastyle
Nachdem ich nicht nur von dem Foto in der burda (10/2015) angefixt, sondern auch relativ schnell die ersten super schönen genähten Exemplare bei Frau Neu und auf Catherine Daze's Blog gesehen hatte war mir klar, den brauche ich auch ;-). Zugegebenermaßen habe ich den Pulli schon angefangen zu nähen, bevor ich von dieser schönen Aktion gelesen habe, aber jetzt isser fertig und kann auch gezeigt werden ;-)

Und was soll ich sagen - es ist wirklich ein ungewöhnliches Teil, auf das ich des Öfteren schon angesprochen wurde und das mir selbst auch seeeehr gefällt.

In der Zeitschrift gibt es die dazu passende Nähschule, was durch die Bilder (zumindest mir) dabei hilft,  so manche typischen burda Rätsel schneller zu lösen.


Spannend war es für mich zu sehen, dass die Nähte am Ende tatsächlich so interessant rüberkommen, wie es die technische Zeichnung vermuten lässt.

Größenmäßig habe ich mir bei weiten burda Oberteilen aktuell angewöhnt die Gr. 34 statt der 36 zu nähen, da ich in der 36 immer fast absaufe. Bei körpernahen Oberteilen muss ich eher zur 36 greifen...

Genäht habe ich es aus einem Strickstoff, dessen Farbe außen eher ein lila/schwarz melange ist und innen ein sehr lilafarbenes Plüschmaterial (das laut Verkäuferin im Laden auch eher außen sein sollte, mir gefällt es aber so rum besser).

Die Kanten am Saum und an den Ärmeln habe ich nach außen umgenäht, so dass der Plüsch zumindest an diesen Stellen zum Vorschein tritt.

Vorne ist der Pulli etwas kürzer als hinten, auch das gefällt mir aktuell sehr. Der Kragen ist durch den Reißverschluss an der einen Schulter super variabel: ganz geschlossen hilft es, die bittere Kälte abzuhalten - wieder drinnen in der beheizten Bude bekommt man nicht gleich Hitzewallungen, weil man ihn einfach öffnen und runterklappen kann.

Um den Pulli anzuziehen braucht man den Reißverschluss meiner Meinung nach nicht unbedingt, da der Kragen recht weit ist, aber es ist einfach nochmal ein schöner Hingucker, wenn man ihn ein wenig offen lässt.


Es ist allerdings unbedingt empfehlenswert, unter dem Pulli ein "vorzeigbares" Kleidungsstück zu tragen, denn durch die sehr tief gezogenen Schultern rutscht der Pulli bis über den Bauchnabel hoch, wenn man einen Arm hebt ;-)!

Dieser Pulli ist sicher auch aus Sweat ein toller Hingucker - das steht definitiv noch auf meiner Liste - mal sehen ob für diesen oder nächsten Winter ;-)

Und jetzt nochmal ein DANKESCHÖN an Selmin und ihre 11 Mitorganisatorinnen für diese schöne Aktion!

Schnittmuster: burda Pulli: Modell 109 Gr. 34 aus Heft 10/2015
Stoff: Eine Seite Strick, die andere Plüsch aus dem örtlichen Stoffladen
Anpassungen: in der Länge etwas gekürzt (wäre aber diesmal nicht unbedingt nötig gewesen)
Schwierigkeit: eher leicht (burda: zwei Punkte)
Nochmal machen: gerne...der Pulli ist perfekt für den Winter.

Verlinkt beim Me Made Mittwoch - auch hier wieder wunderschöne selbstgemachte Kleidungsstücke!

Euch noch eine schöne Woche!

SuSe